Lebenslauf

Am 07.08.1958 erblickte ich, als Sohn stolzer Eltern (wie ich doch hoffen möchte),  das Licht der großen weiten Berliner Welt.

Meine Kindheit verlief, wie bei vielen Menschen meiner Generation,  behütet, harmonisch und ohne größere Aufregungen, bis – ja bis ich  eingeschult wurde.

 

Vom 04.09.1965 – 04.07.1975 besuchte ich die Willi-Sänger-Oberschule in  Berlin-Plänterwald. Ja, heutzutage ist das eine Schule für lernbehinderte  Kinder – das war sie damals noch nicht!!! (glaube ich jedenfalls).

Nach erfolgreichem Abschluss selbiger, nahm ich vom 01.09.1975 – 15.07.1977  meine Lehre als Kfz-Schlosser im VEB Kombinat Auto-Trans-Berlin auf. Ich lernte  dort zuerst in der Blankenburger Str. in Berlin-Niederschönhausen und dann im  KIB Eichenstraße Berlin-Treptow (auf dem  Gelände der heutigen „Arena“) vor  allem LKW zu reparieren.  Auch diese Lehre absolvierte ich erfolgreich, so dass ich mich bestens gerüstet  in das Berufsleben werfen konnte.

Doch, man hatte anderes mit mir vor. Vom 01.11.1977 – 27.04.1979 durfte ich meinen „Ehrendienst“ in der Nationalen  Volksarmee der DDR im damaligen Marxwalde, was heute wieder, so wie früher bereits,  Neuhardenberg heißt, leisten.

Ich fuhr dort, nach Absolvierung meiner  Grundausbildung, einen Tatra-Tankzug zum Betanken der im JG 8 stationierten MIGs.  (Hoffentlich war das jetzt nicht topsecret…)

Nach meiner Entlassung aus der NVA (man hatte mich kurz zuvor sogar zum Gefreiten  geschlagen), nahm mein Schicksal am 21.05.1979 seinen Lauf und ich meine Arbeit als  Taxifahrer im VEB BVB KB Taxi auf. (Für Nichteingeweihte: Volkseigener  Betrieb – Berliner Verkehrsbetriebe Kombinatsbetrieb Taxi) Dort war ich ein vorbildlicher und fleißiger Planerfüller (räusper, räusper…) Dann kam die Wende und mit ihr auch eine Neuorientierung.

Wie viele, die ich kenne, hatte ich mich von der Euphorie anstecken lassen und  dachte, als selbständiger Taxiunternehmer würde ich in kürzester Zeit mein Dasein  auf Hawaii fristen und nur ab und an zum Geldholen nach Berlin jetten.

Nun, ich hatte mich wohl geirrt.  Jedenfalls bin ich heute noch Taxiunternehmer in Berlin und habe meinen Betrieb  nach und nach ein wenig ausgebaut. Zum Glück habe ich inzwischen auch zuverlässige  und fleißige Fahrer gefunden, so dass sich der Betrieb halbwegs trägt (auch wenn  ich wohl nie nach Hawaii komme). Zwischenzeitlich habe ich mich natürlich auch anderweitig versucht, war z.B. von  1992-1994 Omnibusfahrer bei der BVG und neben meiner Taxiselbständigkeit von  1995-1998 als Handelsvertreter für die Fa. MacoDach sowie von 1999-2002 als Fahrer  für die Fa. RocVin, welche u.a. den größten Teil des Fahrdienstes des Deutschen  Bundestages abwickelt, tätig.  Wie man sieht, hat es mich aber immer wieder zu meinen Taxi-Wurzeln zurückgeführt.

Bliebe noch das Thema Frauen: Neben meiner Mutter und einigen kurzen Bekanntschaften haben vor allem 3 Frauen mein  Leben geprägt.

Mit der ersten, Manuela, war ich 12 Jahre verheiratet. Aus dieser Beziehung sind 3  wundervolle Söhne (Marcel, Oliver und Christopher) entstanden, auf die ich sehr stolz  bin.

Nummer zwei, Tina, hielt es nur 10 Jahre mit mir aus. Sie brachte einen Sohn, Thomas,  mit in die Verbindung, den ich wie mein eigenes Kind betrachte, und der auch allen  Grund gibt, stolz auf ihn zu sein.

Nummer drei, Dani, ist hoffentlich meine letzte Lebensabschnittsgefährtin. Mit ihr  zusammen versuche ich aus ihrem (unserem) Sohn, Erik, einen vernünftigen Erdenbürger  zu machen.

Am 27.08.2010 habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und Dani geheiratet. Nachdem sie beim Antrag nur heulen konnte und ihr anschließend schlecht war, sagte sie vor der Standesbeamtin erstaunlicherweise „Ja“.

Das hat sie nun davon.

 

Ja, es war eine todernste Anglegenheit!

 

Wen es interessiert: Alles zur Hochzeit gibt es hier.